Zukunft Fahrrad Politik-Briefing, Ausgabe 3 ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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 April 2026        |     AUSGABE NR. 3

 

Guten Tag Abonnent ,

 

ich komme gleich zum Punkt: Politik für das Fahrrad ist keine Klientelpolitik für ökologisch überzeugte Großstadtmenschen. Es ist Politik für eine starke Wirtschaft hierzulande, für Verkehrssicherheit, eine bessere öffentliche Gesundheit und für zukunftsfähige Mobilität in der Stadt und auf dem Land. Und für eine Mobilität, die deutlich weniger von fossilen Energien abhängt. Es geht nicht darum, dass alle Menschen nur noch mit dem Fahrrad unterwegs sind. Aber das Fahrrad sollte bei allen geeigneten Gelegenheiten die erste Wahl sein können. Wir brauchen einen gesunden Mobilitätsmix.

 

Wer Politik für das Fahrrad macht,

macht Politik für alle Menschen in Deutschland.

 

Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland fährt regelmäßig Rad. Täglich werden 118 Millionen Kilometer von Radfahrenden zurückgelegt. Damit sollte klar sein: Das Fahrrad gehört nicht einer Partei oder zu einer politischen Überzeugung. Das Fahrrad ist für alle da. Menschen fahren aus den unterschiedlichsten Gründen mit dem Rad – um schnell und komfortabel unterwegs zu sein, Kosten zu sparen, aus sportlichen Gründen, wegen der Gesundheit, einfach weil es Spaß macht und ja, vielleicht auch um das Klima zu schützen.

 

Die Produkte, Dienstleistungen oder der Service in den Werkstätten kommen aus einer innovativen Branche, die bundesweit regional verankert ist und von vielen klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt ist. Die deutsche Fahrradwirtschaft gilt als internationaler Leitmarkt. Die Potenziale des Fahrrads werden aber noch lange nicht ausgeschöpft – ein Blick in die Niederlande oder in skandinavische Metropolen ist da sehr aufschlussreich. Ohne sichere Infrastruktur ist das Fahrrad nicht die beste Wahl und kann es auch niemals sein. Wer um sein Leben fürchtet, wenn es an der Landstraße keinen Radweg gibt und in der Stadt die Infrastruktur lückenhaft ist, lässt das Fahrrad lieber stehen. Wenn sich Förderprogramme mal wieder nur auf Automobilität fokussieren, wird Potenzial für andere Wirtschaftsbranchen verschenkt.

 

Politik für das Fahrrad stärkt eine Branche mit rund 76.000 Beschäftigten in Produktion, Dienstleistungen und Handel, deren Effekte auf Wertschöpfung und Beschäftigung noch viel weiter gehen. Die Straßen werden sicherer, es gibt mehr Platz für diejenigen, die auf das Auto nicht verzichten können. Es werden Emissionen reduziert und gesunde Mobilität gefördert. All das hat die Bundesregierung bereits im ersten Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) von 2002 skizziert. Seit 2021 und bis 2030 gilt der NRVP 3.0, durch den auch die Fahrradwirtschaft gefördert werden soll. Es ist höchste Zeit für eine Verkehrs- und Wirtschaftspolitik, die das Fahrrad als Lösung und nicht als nice-to-have begreift.

 

In dieser Ausgabe

 

Welche politischen Maßnahmen jenseits der Infrastruktur für die Fahrradwirtschaft wirksam sein können, lesen Sie unten. Außerdem zeigen wir die wichtigsten Kennzahlen des Fahrradmarktes 2025. Und mit Thorsten Heckrath-Rose lernen Sie eine spannende Persönlichkeit der Branche besser kennen.

 

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

 

Wasilis von Rauch

Wasilis von Rauch

Geschäftsführer Zukunft Fahrrad

 

FAHRRADFAKTEN

Refurbishment 2025
Refurbishment: Grafik 1
Refurbishment: Grafik 2

INHALT

Im Fokus: Fahrradstandort Deutschland

1. Wirtschaftspolitik für die Branche im NRVP

2. Förderprogramm für Fahrzeugflotten

3. Reduzierter Mehrwertsteuersatz

4. Fairer Wettbewerb durch Antidumping

Der Fahrradmarkt 2025 in Zahlen

Im Profil: Thorsten Heckrath-Rose

Aktuelles

Terminvorschau

Viertelkreis-Bild

IM FOKUS

FAHRRADSTANDORT DEUTSCHLAND:

INTERNATIONALER LEITMARKT IN BEWEGUNG

Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld und das gedrückte Konsumklima der vergangenen drei Jahre haben auch die Fahrradbranche belastet. Nach den Boomjahren in der Corona-Zeit herrschte teilweise Katerstimmung. Doch es gibt erste Zeichen der Erholung auf dem Fahrradmarkt: Händler und Hersteller bauen hohe Lagerbestände schrittweise ab, ein normalisiertes Niveau dürfte bis Ende des Jahres wieder erreicht werden. Dieser Stimmungsumschwung ist allerdings fragil. Steigende Energiepreise infolge des Irankriegs lassen aktuell die Inflation wieder anziehen und belasten unter anderem das produzierende Gewerbe. Gleichzeitig drücken sie erneut auf die Verbraucherstimmung. Entlassungswellen in großen Unternehmen anderer Branchen treffen auch die Fahrradwirtschaft, wenn dadurch zum Beispiel Leasingverträge ausfallen oder weniger neue abgeschlossen werden. Neue wirtschaftliche Belastungen könnten den beginnenden Aufschwung schnell ausbremsen.

Die Branche selbst tut viel, um positiv nach vorne schauen zu können. 

Es werden Prozesse optimiert und Angebote weiterentwickelt – etwa im Dienstradleasing, wo der Kreis der anspruchsberechtigten Nutzer:innen deutlich ausgeweitet wird. Entsprechend ist die Prognose unter anderem dort trotz leichter Umsatzrückgänge in den vergangenen zwei Jahren positiv. Das T3-Branchenbarometer zeigt: Auch viele Fahrradhändler schauen trotz der aktuellen Herausforderungen zuversichtlich nach vorne.  

BRANCHENSTIMMUNG DER FAHRRADWIRTSCHAFT

Quelle T3 - Branchenbarometer_Legende
Quelle T3 - Branchenbarometer_V2-1

Neben brancheneigenen Initiativen und Verbesserungen, braucht es auch politische Imulse: 

 

1. Wirtschaftspolitik für die Fahrradbranche:

Der NRVP hat die Grundlage gelegt – jetzt muss gehandelt werden

Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP 3.0) der Bundesregierung benennt explizit eine „starke und wachsende Fahrradwirtschaft" als Leitziel. Als Maßnahmen sind unter anderem Innovationshubs vorgesehen, in denen digitale Dienstleistungen erprobt und Prototypen, etwa von Spezialrädern, entwickelt werden sollen. Auch eine Stiftung zur Unterstützung von Start-Ups sowie klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) bei der Grundlagenforschung und Markteinführung ist dort angedacht.

 

Die strategischen Grundlagen für einen stärkeren wirtschaftspolitischen Blick auf die Radverkehrsförderung und Fahrradwirtschaft sind also vorhanden. Auch dadurch, dass beispielsweise die Landesregierungen von NRW und Rheinland-Pfalz 2024 vorangegangen sind und mit eigenen Studien die Bedeutung und Potenziale ihrer regionalen Fahrradwirtschaft untersucht haben.

 

Die Unternehmen der Fahrradwirtschaft sind ein wichtiger Teil des mittelständischen Fundaments. Deutschland ist zwar internationaler Leitmarkt – aber auf diesem Status darf man sich nicht ausruhen. Die wirtschaftspolitischen Vorhaben des NRVP müssen jetzt umgesetzt werden, um die Fahrradwirtschaft in Deutschland zu stärken.

In Frankreich hat die Regierung 2024 einen umfassenden Branchenvertrag (contrat fiuliére) mit der heimischen Fahrradwirtschaft geschlossen und einen Investitionsfonds „Industries de Vélo" aufgesetzt. Im Juli 2025 erhielten 29 Projekte mit 38 beteiligten Unternehmen Förderbescheide über 31 Millionen Euro für Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 115 Millionen Euro. Ziele: Stärkung der Fahrradproduktion in Frankreich, mehr Nachhaltigkeit und neue Arbeitsplätze.

2. Förderprogramme für saubere betriebliche Fahrzeugflotten offen gestalten

Betriebliche Fahrzeugflotten machen einen erheblichen Teil der Emissionen im Straßenverkehr aus. Förderprogramme, die Unternehmen beim Umstieg auf nachhaltige Fahrzeuge unterstützen, sind daher sinnvoll. Sie greifen aber zu kurz, wenn sie sich auf den Antriebswechsel bei Pkw und Lkw beschränken. Auf EU-Ebene wird aktuell eine Verordnung zu „Clean Corporate Vehicles“ erarbeitet. Mit verbindlichen nationalen Zielen soll der Anteil von Nullemissions- sowie emissionsarmen Fahrzeugen in Unternehmensflotten beschleunigt werden.

 

Die Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass auch E-Bikes in die Verordnung aufgenommen werden und Länder bis zu 10 Prozent der Firmenwagenquote durch geleaste oder geförderte E-Bikes einschließlich Lastenrädern erfüllen dürfen. Bisher sind nur elektrifizierte Kfz vorgesehen, anstatt Unternehmen hier Flexibilität zu geben.

 

Die Vorteile einer diversifizierten Flotte liegen für viele Unternehmen auf der Hand: Nicht alle Mitarbeitenden benötigen einen Führerschein, der Flächenbedarf für Stellplätze sinkt, innerstädtische Logistik wird effizienter. Unternehmen sollten frei darüber entscheiden können, wie sie ihre Fahrzeugflotte klimaneutral aufstellen und ob sie die Förderungen für E-Autos oder E-Bikes nutzen.

3. Mehrwertsteuer: Fahrräder gehören in den reduzierten Satz

Aktuell zeichnet sich eine politische Debatte ab, ob die Mehrwertsteuer zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte angehoben werden soll. In dem Fall muss für Fahrräder und Fahrradreparaturen konsequent der reduzierte Steuersatz gelten – unabhängig davon, wie hoch dieser ausfällt.

 

Die rechtliche Grundlage dafür ist vorhanden: Die EU hat ihren Mitgliedstaaten bereits im April 2022 die Möglichkeit eröffnet, einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Fahrräder anzuwenden, um den Radverkehr zu fördern und Klimaschutzziele zu erreichen (RL (EU) 2022/542). Deutschland hat von dieser Möglichkeit bislang keinen Gebrauch gemacht.

 

Portugal macht es vor und hat Anfang 2023 die Mehrwertsteuer auf Fahrräder und Fahrradreparaturen auf sechs Prozent gesenkt – als Teil einer gezielten Strategie, zu einem zentralen Akteur der europäischen Fahrradbranche zu werden.

schmaler Header Werkstatt

4. Faire Wettbewerbsbedingungen:

Antidumping konsequent durchsetzen

Die deutsche und europäische Fahrradbranche steht in einem intensiven internationalen Wettbewerb. Ein wichtiger Schritt zur Sicherung fairer Bedingungen war die Entscheidung der EU-Kommission, die Antidumping-Maßnahmen gegen Fahrräder und E-Bikes Anfang 2026 um 5 Jahre zu verlängern – ein klares Signal gegen staatlich gestützte Wettbewerbsverzerrungen. Doch die Maßnahme allein reicht nicht aus: Massive Umgehungen der EU-Einfuhrbestimmungen gefährden ihre Wirksamkeit – die EU-Ermittlungsbehörden schätzen, dass durch illegale Importe von Fahrrädern und E-Bikes bisher 700 Millionen Euro an Zoll- und Steuereinnahmen unterschlagen wurden.

 

Zollbehörden und Marktaufsicht müssen deutlich gestärkt werden, damit der Schutz auf dem Papier auch in der Praxis greift. Illegale Importe schaden nicht nur dem Staatshaushalt, sondern auch der Verkehrssicherheit und dem Image des Fahrrads und der Branche. Das zeigt ein Blick in die Niederlande, wo illegale Fatbikes mittlerweile zum öffentlichen und politischen Aufregerthema geworden sind.

Auf einen Blick: Maßnahmen zur Stärkung der Fahrradwirtschaft in Deutschland

  • Wirtschaftspolitische Maßnahmen aus dem NRVP 3.0 umsetzen
  • EU-Verordnung „Clean Corporate Fleets“ auf E-Bikes ausweiten
  • Fahrräder gehören in den reduzierten Steuersatz, sollte die Mehrwertsteuer angehoben werden
  • Zollbehörden und Marktaufsicht stärken, um gegen illegale Importe vorzugehen

DER FAHRRADMARKT 2025 IN ZAHLEN

Deutschlands Fahrradflotte
Bestand: Grafik 1
Bestand: Grafik 1
Produktion in Deutschland
Produktion: Grafik 1
Produktion: Grafik 2
Verkauf 2025
Verkauf: Grafik 1
Verkauf: Grafik 1
Dienstradleasing 2025
DRL: Grafik 1
DRL: Grafik 2
Alle Marktdaten im Detail, veröffentlicht am 11. März 2026

Bild Thorsten Heckrath-Rose

IM PROFIL

THORSTEN HECKRATH-ROSE

Geschäftsführer Rose Bikes GmbH

Für Thorsten Heckrath-Rose bedeutet Radfahren weit mehr als sportlicher Wettbewerb oder intensives Naturerlebnis. Es ist eine der wirkungsvollsten Antworten auf die Mobilitätsfragen unserer Zeit. Als CEO von ROSE Bikes in vierter Generation ist er überzeugt, dass die positive Emotionalität des Radfahrens eine riesige gesellschaftliche Chance bietet. Sein erklärtes Ziel: Er will das Fahrrad zum Pendlerfahrzeug Nummer 1 in Deutschland machen.

 

Unter seiner Leitung hat sich das Familienunternehmen zum digitalen Vorreiter und einem der prägendsten Akteure der deutschen Fahrradwirtschaft entwickelt. Thorsten Heckrath-Rose verbindet dabei den Anspruch an hochwertige Produktentwicklung mit einem modernen Omnichannel-Modell. Besonders wichtig ist ihm dabei die regionale Verankerung: Die Wertschöpfung bleibt bewusst in der Heimat, was nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern auch die Innovationskraft des Mittelstands stärkt.

 

Sein Blick geht dabei weit über den reinen Verkauf hinaus. Er sieht den Standort Deutschland in der Pflicht: Durch gezielten Technologietransfer und Re-Shoring will er Abhängigkeiten aus Asien reduzieren und Lieferketten bis zur Assemblierung in Bocholt verkürzen.

 

Doch damit diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann, fordert er klare politische Signale:

Das Fahrrad darf kein Randthema mehr sein. Thorsten Heckrath-Rose setzt sich für eine gleichberechtigte Infrastruktur und vereinfachte Planungsverfahren ein, um Städte spürbar zu entlasten. Für ihn steht fest: Fortschritt entsteht dort, wo Innovation und politischer Wille zusammenkommen, um die Chancen des Fahrrads endlich voll auszuschöpfen.

 

Rose Bike

AKTUELLES

Studie: Dienstradleasing entlastet den Berufsverkehr

Berlin, 14. April 2026

 

Berufstätige, die mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, reduzieren die Anzahl der Autos im Berufsverkehr und so profitieren alle Verkehrsteilnehmenden. Eine neue Studie des Transportation Think Tanks T3 zeigt, dass ein Dienstrad dazu führt, dass Beschäftigte mit höherer Wahrscheinlichkeit das Rad auf dem Weg zur Arbeit nutzen. 

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Statement zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung

Berlin, 25. März 2026

 

Zukunft Fahrrad begrüßt den Plan der Bundesregierung, knapp 350 Millionen Euro zusätzlich für Förderprogramme für Radinfrastruktur bereitzustellen. Unsichere oder fehlende Infrastruktur hält weiterhin viele Menschen vom Radfahren ab und schadet damit unserer Branche und dem Klima. Jetzt kommt es darauf an, dass Kommunen in die Lage versetzt werden, diese Mittel auch wirklich zu verbauen.

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Marktzahlen Dienstradleasing

Berlin, 11. März 2026

 

Die Dienstradflotte in Deutschland wächst stetig und ist international einmalig. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage ist die Zahl der Arbeitgeber, die Dienstradleasing anbieten, im Jahr 2025 um rund 20 Prozent auf 342.000 gestiegen (2024: 287.000). Somit hat inzwischen rund die Hälfte der Erwerbstätigen (22,6 Mio.) die Möglichkeit, ein Fahrrad zu leasen. 

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Neue Regeln für Lieferdienste auf zwei Rädern 

Berlin, 10. Februar 2026

 

Für mehr Arbeits- und Verkehrssicherheit und fairen Wettbewerb positioniert sich Zukunft Fahrrad gemeinsam mit dem ZIV – Die Fahrradindustrie und unterstützt die Initiative des Bundesarbeitsministeriums zur Einführung eines Direktanstellungsgebots für Beschäftigte bei Essenslieferdiensten. Darüber hinaus fordern die Verbände, dass Lieferdienste zur Bereitstellung verkehrssicherer (Elektro-) Fahrräder inklusive Schulungen verpflichtet werden.

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TERMINVORSCHAU

Cropped Image

towards tomorrow

5. November 2026

Verbund Service und Fahrrad (VSF), ZIV - Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad laden ein zum neuen Branchenkongress, der nach 16 Jahren die vivavelo ablöst. 

Das Politik-Briefing - Newsletter für Mobilität und Wirtschaft ist ein Produkt des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad. Er vertritt die Interessen der innovativen Fahrradwirtschaft in Deutschland. Zu den über 100 Mitgliedern gehören Dienstleister, Hersteller, Anbieter von Soft- und Hardware der Digitalisierung, Händler sowie Zulieferer der Fahrradwirtschaft. Vom Startup bis zum Global Player eint sie das Ziel einer ambitionierten und Radverkehr fördernden Verkehrspolitik. Zukunft Fahrrad setzt sich für die Transformation der Mobilitätswirtschaft in Deutschland ein und arbeitet daran, Deutschland als stark wachsenden und innovativen Standort der Fahrradwirtschaft zu einem internationalen Leitmarkt zu machen. Mehr Informationen unter www.zukunft-fahrrad.org

 

Redaktion: Wiebke Moritz, Alexander Rosenthal

Kontakt: politik@zukunft-fahrrad.org

Zukunft Fahrrad e.V., Reinhardtstraße 31, 10117, Berlin, Deutschland, 030 233288350

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